MAX BILITZA


 

Max Bilitza ist freischaffender Choreograf, Bühnenregisseur, Künstler, Dichter, Kurator und Projektmanager, mit internationaler Erfahrung. In unterschiedlichen medialen und künstlerischen Konzepten lässt Max Bilitza seine Arbeiten für die Tanzbühne und den Ausstellungsraum entstehen. Oft entstehen seine Inszenierungen durch den Zusammenschluss einer Vielzahl von kreativen Elementen: Text, Choreografie, Sound, Lichtdesign, Erzählung, Objekt, Film, Kostüm und Bühnenbild. Sein Interesse an der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kunstbereichen führt verstärkt zu Kollaborationen mit professionellen Bühnentänzern, Choreografen, Künstlern, Musikern, Wissenschaftlern und jungen Menschen. Mit der Zeit entstand ein fester Künstlerpool. Zudem entwickelt Max Bilitza choreografische Formate für junge Menschen, in denen er fernöstliche Kampfkunst mit zeitgenössischem Tanz und Performance-Theater mit bildnerischen Konzepten verbindet. Seine künstlerische Arbeit führte ihn nach Russland, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Litauen, Frankreich und die Niederlande. Für seine grenzüberschreitende Theaterarbeit an der Schnittstelle von darstellender und bildender Kunst erhielt er zahlreiche Projektpreise, Kunstförderungen und Auszeichnungen.

 

Gemeinsam mit einem wechselnden Tanz-Ensemble sucht der Choreograf-Regisseur gesellschaftliche Wirklichkeiten zu durchdringen und in einer künstlerischen Auseinandersetzung auf der Performance-Theaterbühne zu thematisieren. Als künstlerischer Leiter liegt sein besonderer Focus auf der Tanzkunst als Forschung sowie auf künstlerischen Positionen, die zu einem Diskurs zwischen den Disziplinen anregen. In seinem Projektraum werden zeitgenössischer Tanz, Musik, Neue Medien und Bildende Kunst zu großformatigen und mehrdimensionalen Werken, die innerlich zusammenhängen: Zeichnungen, entstanden aus choreografischen Impulsen, eigentätige Nutzung neuer Medien zur Erschließung virtueller Räume, performative Erkundung von Gegenständen, Prozessen und Zusammenhängen in der Umwelt verschmelzen zu hybriden Tanzperformances, raumgreifenden Installationen und ortsspezifischen Kunstausstellungen. Ausgangspunkt jeder Inszenierung ist ein Konzept, keine fertige Choreografie. Im Dialog mit den Tänzerinnen und Tänzern lotet der Tanzschaffende die Grenzen und Möglichkeiten des Tanzes bei jeder Produktion neu aus. 2018 erhält er die Individuelle Künstlerförderung des Landes NRW, ein Programm der ecce GmbH.

  

Seit 2001 entwickelt Max Bilitza transdisziplinäre Programme für Institutionen und Festivals. Dabei wandelt er als Freiberufler zwischen der freien Szene und den Kultureinrichtungen, den unterschiedlichen Kunstsparten, vor und hinter den Kulissen. Seit 2007 entwickelt Max Bilitza choreografische Formate für junge Menschen, in denen er fernöstliche Kampfkunst mit zeitgenössischem Tanz und Performance-Theater mit bildnerischen Konzepten verbindet. Seine künstlerische Arbeit mit jungen Menschen basiert auf einem konzeptuellen Ansatz und umfasst partizipative Projekte, Tanzperformances, Kunst im öffentlichen Raum, Rauminstallationen, Skulpturen, Literatur, Malerei und Zeichnungen. Das die Kunstprojekte von und mit jungen Menschen innerhalb des professionellen Kunstbetriebs wahrgenommen genommen werden, ist dabei ein wichtiges Ziel. Max Bilitza ist Träger des NRW-Landespreises für innovative Projekte im Bereich der Kulturellen Bildungen, den Projektpreis "Kinder und Jugendkulturland NRW", 2015 und 2016. 

  

Als freischaffender Künstler und Projektmanager (Produktionsleiter, Tanzproduzent, Ausstellungskurator, Kulturmanager) arbeitete Max Bilitza für das Festivalbüro der Stadt Duisburg bei dem spartenübergreifenden Kulturfestival Duisburger Akzente (2015-2017) und wirkt als Mitorganisator bei dem Musikfestival Traumzeit im Landschaftspark Duisburg-Nord (2017) mit. Gemeinsam mit der SchulKulturKontaktStelle, Amt für Schulische Bildung der Stadt Duisburg organsiert er Schulkulturprojekte, Jugendkunstausstellungen und junge Festivalformate. Als künstlerischer Leiter des Kulturfestivals Junge Duisburger Akzente, des Bühnentages der Jugend und Schulkultur und der Schulkunstsaustellung (2015-2018) ist er mit der Aufgabe des Schnittstellenmanagements bestens vertraut. Seit 2009 unterstütz Max Bilitza die Stadt Duisburg bei internationalen Kunst- und Netzwerkprojekten im Rahmen der Städtepartnerschaft der Stadt Duisburg. Im Auftrag des Büros für Internationale Beziehungen der Stadt Duisburg wird er mehrfach zu Kulturprojekten und Festivals nach Perm in Russland und Vilnius in Litauen entsandt. Für sein europäisch-russisches Künstlernetzwerk „Borderland“ erhält Max Bilitza 2011 den Projektpreis der Schering Stiftung, Berlin.

 

Mit seiner Arbeit möchte Max Bilitza die unterschiedlichsten Personengruppen für die vielfältigen Formen und Ästhetiken der Tanz-Kunst begeistern und bestehende Grenzen und Kategorisierungen in Frage stellen. In die Zukunft gedeutet, steht diese Entwicklung auch für ein sich im Wandel befindendes Künstlerbild und eine neue Perspektive auf die Institutionen der Kunst im Digitalzeitalter.

 

Max Bilitza hat einen Diplomabschluss der Universität Duisburg-Essen in Sozialwissenschaften (Studiengang: Politikwissenschaft) mit Schwerpunkt „Literatur und Politik“ im Kontext von Demokratie- und Diktaturforschung mit Spezialisierung auf das ambivalente Verhältnis von kritischen Schriftstellern zur politischen Macht.