MAX BILITZA


 

Max Bilitza, 1980 in Duisburg geboren, ist freischaffender Choreograf, Bühnenregisseur, Bildender Künstler, Kurator und Kulturmanager, mit internationaler Erfahrung. Max Bilitza verfügt über mehr als 15 Jahren Berufspraxis als dreidimensional arbeitender professioneller Tanz- und Theatermacher. Seit seinem Debüt als Regisseur und Choreograf bei dem Kulturfestival Duisburger Akzente 2001 hat er mehr als 45 Choreografien und 22 Bühnen-Performances kreiert. Seine künstlerische Arbeit führte ihn nach Russland, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Litauen, Frankreich und die Niederlande. Für seine grenzüberschreitenden Produktionen an der Schnittstelle von darstellender und bildender Kunst erhielt er zahlreiche Projektpreise, Kunstförderungen und Auszeichnungen.

  

Max Bilitza arbeitet kollaborativ mit professionellen Künstlern, Tanzschaffenden, Musikern, Wissenschaftlern und Amateuren. Als Tanz- und Theatermacher liegt sein besonderer Focus auf der Kunst als Forschung sowie auf künstlerischen Positionen, die zu einem Diskurs zwischen den Disziplinen anregen. In seinem Projektraum werden Tanz, Musik, Neue Medien und Bildende Kunst zu großformatigen und mehrdimensionalen Werken, die innerlich zusammenhängen: Zeichnungen, entstanden aus choreografischen Impulsen, eigentätige Nutzung neuer Medien zur Erschließung virtueller Räume, performative Erkundung von Gegenständen, Prozessen und Zusammenhängen in der Umwelt verschmelzen zu hybriden Tanzperformances, raumgreifenden Installationen und ortsspezifischen Kunstausstellungen.

 

Die Grundlage seines künstlerischen Ansatzes ist ein nicht-hierarchisches Denken über Bewegung, Körpersprache und Kultur. Seine Arbeitsweise kann grundsätzlich als eine dynamische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kunstgattungen, Disziplinen und Methoden verstanden werden. Im Zentrum steht immer der Mensch und sein Körper mit all seinen Facetten: Subjekt, Objekt, Geschichte, Präsenz, Altern, Sterben, Raum, Sex, Rausch, Aggression, Heimat, Krieg und Frieden, Kultur und Prägung. In den letzten Jahren hat sich Max Bilitza konsequent der Suche nach einer eigenen Formensprache zugewandt, welche die Grenzlinie zwischen Bildender und Darstellender Kunst bei jeder Arbeit aufs Neue überwindet.

 

Mit seiner Arbeit möchte Max Bilitza die unterschiedlichsten Personengruppen für die vielfältigen Formen und Ästhetiken der Kunst begeistern und bestehende Grenzen und Kategorisierungen in Frage stellen. In die Zukunft gedeutet, steht diese Entwicklung auch für ein sich im Wandel befindendes Künstlerbild und eine neue Perspektive auf die Institutionen der Kunst im Digitalzeitalter.