MAX BILITZA


 
Max Bilitza (1980* Duisburg) ist freischaffender Bühnenchoreograf-Theaterregisseur, Performer, Bühnenpoet, Kurator, Bildender Künstler, Kulturmanager und Theaterschaffender mit internationaler Erfahrung.
 
Kurzbeschreibung
Seit 2001 bin ich Vollzeit-Künstler und es entstehen jedes Jahr zahlreiche Inszenierungen für die Bühne und Arbeiten für den Ausstellungsraum. Ich bin auf die Konzeption und Realisation von interdisziplinären Tanz-Performances mit Akteuren der internationalen freien Szene spezialisiert. Das Spektrum reicht vom zeitgenössischem Tanz, Theater-Performances, Bühnenpoesie, visueller Kunst und installativen Arbeiten bis hin zu künstlerischen Forschungs-Performanceprojekten die sich experimentell mit Digitalität und neuen Technologien beschäftigen. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Workshop-Projekte im Bereich der Kulturellen Bildung in Form von Tanz-, Theater-, Performance-, Ausstellung-, Kunst und Kulturprojekten aller Art.
 
Choreograf-Regisseur
Als freischaffender Bühnenregisseur und Tanzchoreograf konzentriere ich mich auf den Übergangsbereich zwischen Bildender und Darstellender Kunst, szenischer Raumgestaltung und offener choreographischer Strukturierung unter Einbezug der Zuschauer und ihrer Wahrnehmungssituation. Ausgangspunkt jeder Inszenierung ist ein Konzept, keine fertige Choreografie. Im Dialog mit den Tänzer*Innen und Choreograf*Innen loten wir die Grenzen und Möglichkeiten des Tanzes bei jeder Produktion gemeinsam neu aus. Bei fast allen Produktionen zeichne ich verantwortlich für die künstlerische Leitung und den Produktionsprozess: Antragstellung, Casting, Budgetierung, Vermittlung, Produktion, Touring und Abrechnung. Alleinstellungsmerkmal meiner Arbeit ist die synergetische Zusammenführung von künstlerischer Produktion, Workshop, Netzwerk und Forschung – die unterschiedlichen Nutzungen bündeln sich zu einer Plattform: Es begegnen sich professionelle Bühnentänzer*Innen, Künstler*Innen, Musiker*Innen, Studenten*Innen, Dozenten*Innen, Zuschauer*Innen. Der interdisziplinäre Dialog ist mir sehr wichtig und ich lade immer wieder internationale Gäste ein, um die eigene Perspektive zu hinterfragen.
 
Arbeitsstationen und Projektensembles
Schwerpunktmäßig habe ich von 2005 bis 2015 mit Solo-KünstlerInnen, TänzerInnen und Ensembles aus Tschechien, Niederlande, Deutschland, Litauen und Russland projektbezogen zusammengearbeitet. 2006 gründete ich das deutsch-tschechisch-niederländische Projektensemble NEULAND. Seit 2009 formiere ich mehrmals im Jahr ein temporäres Projektensemble mit wechselnder internationaler Besetzung. Für das russisch-europäische Performance-Netzwerkprojekt BORDERLAND, erhielt ich 2011 den Kunstpreis der Schering Stiftung und des MitOst e.V, Berlin. Seit 2016 erforsche ich gemeinsam mit Computerspezialist*Innen und Wissenschaftler*Innen der Hochschule Rhein Waal (Campus, Kamp-Lintfort) die Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Hochtechnologie für den Tanz und die Theaterbühne. Meine künstlerische Arbeit führte mich nach Perm (Russland), Prag und Brno (Tschechien), Pécs (Ungarn), Ruse (Bulgarien), Vilnius (Litauen), Clermont-Ferrand (Frankreich) und Nijmegen (Niederlande).
 
Workshops im Bereich kultureller Bildung
Seit 2007 arbeite ich mit Kindern und Jugendlichen aus allen Schulformen. Für die Tanz-Theaterproduktion „Alltag Alemannia" mit zugewanderten und beheimateten Kindern und Jugendlichen erhielt ich gemeinsam mit meiner Schwester Mia-Sophia Bilitza den NRW-Projektpreis Kinder und Jugendkulturland 2015 für innovative Projekte im Bereich der Kulturellen Bildung. 2016 wurde ich als Bildender Künstler erneut mit dem Projektpreis Kinder und Jugendkulturland NRW für die städteübergreifende Kunstausstellung „Maulwurfstadt – Brücken unter der Erde“ ausgezeichnet. 2016 wurde ich für den Jugendkulturpreis NRW im Fachbereich "Zeitgenössischer Tanz" und "Bildende Kunst" gleichzeitig nominiert und 2016 für den Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg vorgeschlagen. Gemeinsam mit der Hanns-Dieter-Hüsch Klinikschule Viersen, erhielten wir 2024 den NRW Landespreis Kulturelle Bildung in der Kategorie Entwicklungspreis für das Kunst-Ausstellungsprojekt "Linien des Lebens".
 
Max Bilitza INCOMPANY
Seit 2010 verfüge ich über eine eigene Produktionsstätte (Tanz-Performance-Theaterlabor) in Duisburg und suche mit einem wechselnden Tanz-Ensemble gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchdringen und auf der Theaterbühne zu thematisieren. Seit 2022 firmt das Projekt-Ensemble mit dem Namen Max Bilitza INCOMPANY. Gründungsmitglieder sind die Bühnentänzerinnen und Choreografinnen Phaedra Pisimisi (GR), Camila Scholtbach (CHL) und Doralisa Reinoso de Tafel (VEN).
 
Projektmanager und künstlerischer Leiter im Rahmen von NRW-Kulturfestivals
2014 bis 2018 künstlerischer Leiter des Bühnentages der Jugend- und Schulkultur (Theater am Marientor 2014, 2015, Rheinhausen Halle 2016, 2017, Kulturkirche 2018), der Schulkunstaustellung (2015-2016) und der Jungen Duisburger Akzente (2016-2018) bei dem NRW-Kulturfestival Duisburger Akzente. Freischaffender Bühnenregisseur und Projektmanager (2014-2017) bei dem spartenübergreifenden Kulturfestival Duisburger Akzente und bei dem Musikfestival Traumzeit (Zentrale Produktion) im Landschaftspark Duisburg-Nord (2017). Von 2021 bis 2022 künstlerische Leitung des Jugend-Kunst-Aktionsraums „High Field“, ehemals „Safe Space", Theaterlabor der Ruhrtriennale / Junge Triennale, im Stadtteil Duisburg-Hochfeld. Innerhalb des High Field Rahmenprogramms entstehen zahlreiche interdisziplinäre Kunst-, Tanz- und Theaterprojekte gemeinsam mit Bewohner*Innen, lokalen AkteurInnen und KünstlerInnen im Quartier.
 
Bildender Künstler und Ausstellungskurator
Seit 2010 Ausstellungen als Kurator und Bildender Künstler in Ausstellungsräumen. 2019 ein städtisch gefördertes Atelier in Duisburg-Baerl. Diverse Ausstellungen mit projektbezogenen Workshop-Ergebnissen. Seit 2010 unterstütze ich als freischaffender Künstler die Stadt Duisburg bei internationalen Kunst- und Theaterprojekten im Rahmen der Städtepartnerschaften Vilnius (Litauen) und Perm (Russland). Höhepunkt der Kooperation mit der litausichen Kunstakademie war die Gruppen-Ausstellung "I was born in a country that no longer exists. Litauen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Utopie 1990-2017" bei dem NRW-Kulturfestival Duisburger Akzente 2017.

 

Bühnenpoet, Rapper und Solo-Performer
Seit 1990 entstehen Texte. Von 1996 bis 2005 Werdegang als Rap-Poet in der deutsprachigen Musik-Szene. Von 2002 bis 2006 folgten regelmäßige Auftritte bei Poetry-Slams im deutschsprachigen Raum. 2005 Teilnahme als Slam-Poet bei dem Europäischen Dichterwettstreit "Euro-Slam" in den Niederlanden. Es folgen zahlreiche Solo-Poetry-Performances, Workshops und Gastauftritte bei Kulturfestivals und Kleinkunstbühnen im In- und Ausland.
 
Studiengang
2009 Diplomabschluss (Dipl.-Soz.Wiss.) der Universität Duisburg-Essen in Sozialwissenschaften (Studiengang: Politikwissenschaft) mit Schwerpunkt „Literatur und Politik“ im Kontext von Demokratie- und Diktaturforschung mit Spezialisierung auf das ambivalente Verhältnis von kritischen Schriftstellern zur politischen Macht unter totalitären Bedingungen.