Jungen-Kampf-Tanz-Kunst


Zeitgenössischen Tanz mittels Kampfkunst zu vermitteln ist ein Modellprojekt, welches Max Bilitza gezielt für theaterferne Jugendliche entwickelt hat. Das Kampf-Tanz-Kunst Konzept für junge Erwachsene verbindet traditionelle Kampfkunst mit zeitgenössischem Tanz und Theater-Performances mit bildnerischen Mitteln. An verschiedenen Standpunkten entstehen Bewegungskurse für Jugendliche, Werkstätten für junge Performer-Poeten, Tanzlabore und Theater-Experimente. Die jungen Kampf-Künstler arbeiten mit Leinwänden, Farbeimern, Boxhandschuhen, auf einem Parkour, in einem Studioraum, an Mauern und Hindernissen oder in einem Performance-Labor. Sie mischten Texte, Klänge, Farben und Bewegungen. Immer entscheidet ihr Engagement darüber, was dabei am Ende herauskommt. Dieser offene Zugang zur kreativen Betätigung suchte den Dialog zwischen den Künsten und fördert sowohl die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper als auch mit geschlechterspezifischen Rollenbildern. Verstärkt richtet sich das Kampf-Tanz-Kunst-Konzept an männliche Jugendliche und motiviert sie, einen authentischen Ausdruck zu finden und über diesen Prozess geschlechterspezifische Vorurteile abzubauen, Grenzen zu überwinden und Aggressionen zu kontrollieren. So hat dieser Ansatz der Auseinandersetzung mit tänzerischer Bewegung gleichzeitig den zusätzlichen positiven Effekt der Gewaltprävention. Ergebnisorientiert mündet jedes Projekt in einer Performance.